Datenschutz & Sicherheit
Wir sind selbst tätig in der freien Jugendhilfe. Wir wissen, was Sie an Compliance brauchen, um Ihrer Aufsichtsbehörde und Ihren Eltern sauber gegenüberzustehen — und wir legen Ihnen alle Dokumente vor, bevor Sie etwas unterschreiben.
Unser ISMS orientiert sich an BSI-Grundschutz und ISO 27001 Annex A. Drei klassische Schutzziele, mit Priorisierung für eine Kinderdaten-Plattform:
Nur befugte Personen erhalten Zugriff auf Daten. Priorität: Sehr hoch wegen Kinderdaten (Art. 9 DSGVO).
Daten sind korrekt und unverändert. Priorität: Hoch wegen Behörden-Reports und Abrechnungen.
System ist erreichbar wenn benötigt. Priorität: Hoch wegen Eltern-App und Anwesenheits-Erfassung.
In Deutschland — Hetzner-Rechenzentrum, ISO 27001 zertifiziert, kein Drittland.
Jeder Träger hat eine eigene Subdomain und einen eigenen Datenbank-Bereich. Keine andere Kita kann eure Daten sehen — auch nicht aus Versehen.
Eine der häufigsten Schwächen in Multi-Tenant-SaaS-Systemen ist Cross-Tenant-Leakage: ein Bug in der Anwendung, und plötzlich sehen Träger A die Daten von Träger B. Bei uns nicht. Wir trennen Mandanten auf zwei Ebenen:
Subdomain → Tenant-ID-Auflösung in der Middleware. Jeder Request landet im richtigen Tenant-Kontext. Wenn das fehlschlägt, wäre noch nichts passiert — die zweite Schicht greift.
PostgreSQL Row-Level Security auf jeder einzelnen Datentabelle, mandantengetrennt via tenant_id. Der Anwendungs-User bknl_app hat kein SUPERUSER-Recht und kein BYPASSRLS-Privileg — er kann die Policies nicht umgehen, selbst wenn er wollte.
Konkret: Selbst wenn ein Bug in unserem Code einen SQL-Query ohne Tenant-Filter abschickt, gibt die Datenbank keine fremden Daten heraus. Die Policy verlangt einen gültigen Tenant-Kontext (per SET LOCAL app.current_tenant_id). Ohne Kontext: 0 Zeilen. Mit falschem Kontext: 0 Zeilen.
Automatisierte Cross-Tenant-Access-Tests in der Test-Suite. Vor jedem Release wird verifiziert, dass kein einziger Endpoint einer Rolle in Tenant A Daten aus Tenant B liefert. Die Test-Suite läuft im CI/CD und in der Versionsfreigabe-Prüfung.
Alle Verbindungen sind verschlüsselt. Passwörter sind gehasht, Festplatten sind verschlüsselt, Backups sind verschlüsselt.
Ein externer Datenschutzbeauftragter wird benannt. Aufsichtsbehörde ist die LfDI Rheinland-Pfalz in Mainz.
AVV, TOM-Liste, DPIA, Verarbeitungsverzeichnis, ISMS — alle Dokumente sind unterschriftsreif vorbereitet.
Sie erhalten alle diese Dokumente bevor Sie unterschreiben:
Bei Interesse: info@bknl.de — wir schicken Ihnen die Sammlung als PDF zu.
Jeden Tag automatische Sicherheits-Scans, einmal jährlich ein externer Pentest durch einen unabhängigen Profi.
Statische Code-Analyse (Bandit, Semgrep) und Dependency-Vulnerability-Scanning (pip-audit) bei jedem Commit. Erkennt SQL-Injection, XSS, CSRF, unsichere Patterns.
Durch unabhängige Sicherheitsexperten (Kandidaten: SySS, usd AG, mgm Security Partners). Erster externer Pentest vor Echtbetrieb in Q3 2026. Bericht für Träger einsehbar.
security@bknl.de — verantwortlicher Umgang mit Responsible Disclosure. Belohnungen für ernsthafte Findings nach Schweregrad.
Selbsterklärung in Vorbereitung (Q4 2026). ISO 27001 Zertifizierung perspektivisch 2027.
KI nutzen wir nur intern für Sicherheit. Wir machen kein Profiling von Kinderdaten — niemals.
Wir nutzen KI ausschließlich für interne Sicherheitsmaßnahmen (Code-Review, Vulnerability-Detection). Niemals für Profiling von Kinderdaten, Verhaltens-Analyse oder automatische Entscheidungen über Personen.
Die optionale Übersetzung von Aushängen / Nachrichten in die bevorzugte Elternsprache läuft als lokales Sprachmodell (Ollama, gemma2:2b) auf demselben Hetzner-Server. Keine API zu OpenAI, Anthropic, Google, Azure oder anderen Anbietern. Texte verlassen den Server zu keinem Zeitpunkt.
Unsere Aufsichtsbehörde — der LfDI Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dieter Kugelmann — führt den Vorsitz der KI-Taskforce der Datenschutzkonferenz. Wir sind also unter der Aufsicht eines der bundesweit führenden Experten zur KI-Compliance. Das ist für uns Verpflichtung, nicht nur Schmuck.
3-2-1-Backup-Regel. Im Notfall in 4 Stunden wieder online — maximal 1 Stunde Datenverlust.
RTO (Recovery Time Objective): 4 Stunden — maximale Zeit zur Wiederherstellung des Service nach einem Totalausfall.
RPO (Recovery Point Objective): 1 Stunde — maximaler Datenverlust im Notfall. Stündliche DB-Dumps + tägliche Snapshots.
Backup-Restore-Procedure dokumentiert und vierteljährlich getestet.
Wir beantworten technische Detail-Fragen gern direkt. Sicherheits-Meldungen bitte an security@bknl.de.
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