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BKNL Orga
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Datenschutz & Sicherheit

Sicherheit, die Sie vor Vertragsabschluss prüfen können.

Wir sind selbst tätig in der freien Jugendhilfe. Wir wissen, was Sie an Compliance brauchen, um Ihrer Aufsichtsbehörde und Ihren Eltern sauber gegenüberzustehen — und wir legen Ihnen alle Dokumente vor, bevor Sie etwas unterschreiben.

Auf einen Blick

Deutschland Hetzner DE
Mandantengetrennt RLS + Subdomain
Verschlüsselt TLS 1.3 + Bcrypt
Externer DSB LfDI RLP
Jährlicher Pentest Plus Bug-Bounty
Compliance-ready AVV + TOM + DPIA

ISMS — Information Security Management System

Unser ISMS orientiert sich an BSI-Grundschutz und ISO 27001 Annex A. Drei klassische Schutzziele, mit Priorisierung für eine Kinderdaten-Plattform:

Vertraulichkeit

Nur befugte Personen erhalten Zugriff auf Daten. Priorität: Sehr hoch wegen Kinderdaten (Art. 9 DSGVO).

Integrität

Daten sind korrekt und unverändert. Priorität: Hoch wegen Behörden-Reports und Abrechnungen.

Verfügbarkeit

System ist erreichbar wenn benötigt. Priorität: Hoch wegen Eltern-App und Anwesenheits-Erfassung.

Details — was hinter jedem Punkt steht

Wo eure Daten leben

In Deutschland — Hetzner-Rechenzentrum, ISO 27001 zertifiziert, kein Drittland.

  • Hetzner Cloud mit deutschen Rechenzentren in Falkenstein/Sachsen und Nürnberg/Bayern
  • ISO 27001 zertifiziert (physische Sicherheit, biometrische Zutrittskontrolle, 24/7-Bewachung, Videoüberwachung)
  • Keine Datenübermittlung außerhalb der EU. Keine US-Cloud-Provider, kein CLOUD-Act-Risiko.
  • Backups bleiben innerhalb der Hetzner-Infrastruktur in Deutschland

Wie eure Daten getrennt sind

Jeder Träger hat eine eigene Subdomain und einen eigenen Datenbank-Bereich. Keine andere Kita kann eure Daten sehen — auch nicht aus Versehen.

Eine der häufigsten Schwächen in Multi-Tenant-SaaS-Systemen ist Cross-Tenant-Leakage: ein Bug in der Anwendung, und plötzlich sehen Träger A die Daten von Träger B. Bei uns nicht. Wir trennen Mandanten auf zwei Ebenen:

Schicht 1: Anwendungs-Layer

Subdomain → Tenant-ID-Auflösung in der Middleware. Jeder Request landet im richtigen Tenant-Kontext. Wenn das fehlschlägt, wäre noch nichts passiert — die zweite Schicht greift.

Schicht 2: Datenbank-Layer

PostgreSQL Row-Level Security auf jeder einzelnen Datentabelle, mandantengetrennt via tenant_id. Der Anwendungs-User bknl_app hat kein SUPERUSER-Recht und kein BYPASSRLS-Privileg — er kann die Policies nicht umgehen, selbst wenn er wollte.

Konkret: Selbst wenn ein Bug in unserem Code einen SQL-Query ohne Tenant-Filter abschickt, gibt die Datenbank keine fremden Daten heraus. Die Policy verlangt einen gültigen Tenant-Kontext (per SET LOCAL app.current_tenant_id). Ohne Kontext: 0 Zeilen. Mit falschem Kontext: 0 Zeilen.

Verifikation

Automatisierte Cross-Tenant-Access-Tests in der Test-Suite. Vor jedem Release wird verifiziert, dass kein einziger Endpoint einer Rolle in Tenant A Daten aus Tenant B liefert. Die Test-Suite läuft im CI/CD und in der Versionsfreigabe-Prüfung.

Wie eure Daten verschlüsselt sind

Alle Verbindungen sind verschlüsselt. Passwörter sind gehasht, Festplatten sind verschlüsselt, Backups sind verschlüsselt.

Verschlüsselung at Rest

  • Server-Disk vollverschlüsselt mit LUKS
  • Backups AES-256 verschlüsselt
  • Passwörter mit Bcrypt (12 Salt-Runden, one-way)

Verschlüsselung in Transit

  • TLS 1.3 erzwungen, kein Fallback auf älteres TLS
  • HSTS mit max-age=31536000, includeSubDomains, preload
  • Automatische Zertifikate über Let's Encrypt (Caddy)

Session-Sicherheit

  • Session-Cookies HttpOnly, Secure, SameSite=Lax
  • 256-Bit zufällig erzeugte Tokens
  • Rate-Limit gegen Brute-Force-Login (5 Versuche / 15 Min)

Wer für Datenschutz zuständig ist

Ein externer Datenschutzbeauftragter wird benannt. Aufsichtsbehörde ist die LfDI Rheinland-Pfalz in Mainz.

  • Externer Datenschutzbeauftragter wird vor Echtbetrieb benannt. Kontakt-Postfach: datenschutz@bknl.de
  • ISB (Informationssicherheitsbeauftragter): Rudolf Wagner intern. Verantwortlich für ISMS und technische Sicherheit.
  • Zuständige Aufsichtsbehörde: Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI RLP), Prof. Dr. Dieter Kugelmann — der gleichzeitig den Vorsitz der KI-Taskforce der Datenschutzkonferenz innehat. Wir sind also unter der Aufsicht eines der bundesweit führenden Experten zur KI-Compliance.

Was wir an Compliance vorlegen können

AVV, TOM-Liste, DPIA, Verarbeitungsverzeichnis, ISMS — alle Dokumente sind unterschriftsreif vorbereitet.

Sie erhalten alle diese Dokumente bevor Sie unterschreiben:

  • AVV-Mustervertrag nach Art. 28 DSGVO — Auftragsverarbeitung. Online einsehen
  • TOM-Liste (Technische und Organisatorische Maßnahmen) — Anlage 1 zur AVV nach Art. 32 DSGVO
  • DPIA — Datenschutz-Folgenabschätzung speziell für Kinderdaten (Art. 35 DSGVO)
  • Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO — Teil A (BKNL) und Teil B (Träger-Vorlage)
  • ISMS-Sicherheitskonzept — orientiert an BSI-Grundschutz und ISO 27001
  • Incident-Response-Plan — mit 24h-Meldekette an Aufsichtsbehörde
  • Backup-Konzept — 3-2-1-Regel, RTO 4h, RPO 1h, vierteljährliche Restore-Tests
  • Zugriffsmanagement-Konzept — RBAC mit 6 Rollen, MFA-Empfehlung, Audit-Logging

Bei Interesse: info@bknl.de — wir schicken Ihnen die Sammlung als PDF zu.

Wie wir uns prüfen lassen

Jeden Tag automatische Sicherheits-Scans, einmal jährlich ein externer Pentest durch einen unabhängigen Profi.

KI-Pentesting kontinuierlich

Statische Code-Analyse (Bandit, Semgrep) und Dependency-Vulnerability-Scanning (pip-audit) bei jedem Commit. Erkennt SQL-Injection, XSS, CSRF, unsichere Patterns.

Jährlicher externer Pentest

Durch unabhängige Sicherheitsexperten (Kandidaten: SySS, usd AG, mgm Security Partners). Erster externer Pentest vor Echtbetrieb in Q3 2026. Bericht für Träger einsehbar.

Bug-Bounty-Programm

security@bknl.de — verantwortlicher Umgang mit Responsible Disclosure. Belohnungen für ernsthafte Findings nach Schweregrad.

BSI-Grundschutz

Selbsterklärung in Vorbereitung (Q4 2026). ISO 27001 Zertifizierung perspektivisch 2027.

Wie wir mit KI umgehen

KI nutzen wir nur intern für Sicherheit. Wir machen kein Profiling von Kinderdaten — niemals.

Wir nutzen KI ausschließlich für interne Sicherheitsmaßnahmen (Code-Review, Vulnerability-Detection). Niemals für Profiling von Kinderdaten, Verhaltens-Analyse oder automatische Entscheidungen über Personen.

KI-Übersetzung — vollständig lokal, kein Drittland

Die optionale Übersetzung von Aushängen / Nachrichten in die bevorzugte Elternsprache läuft als lokales Sprachmodell (Ollama, gemma2:2b) auf demselben Hetzner-Server. Keine API zu OpenAI, Anthropic, Google, Azure oder anderen Anbietern. Texte verlassen den Server zu keinem Zeitpunkt.

  • Opt-in pro Träger über die App-Einstellungen — der Träger kann die Funktion jederzeit aktivieren oder deaktivieren.
  • 16 Zielsprachen (DE, EN, TR, AR, RU, FR, ES, IT, PL, RO, SQ, SR, UK, FA, PT, VI).
  • Per-Nachricht-Cache in der Tenant-Datenbank — jede Sprache nur einmal übersetzt.
  • Kein Profiling, keine Bewertung, keine automatisierte Entscheidung — das Modell führt ausschließlich eine textuelle Übertragung durch.

Unsere Aufsichtsbehörde — der LfDI Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dieter Kugelmann — führt den Vorsitz der KI-Taskforce der Datenschutzkonferenz. Wir sind also unter der Aufsicht eines der bundesweit führenden Experten zur KI-Compliance. Das ist für uns Verpflichtung, nicht nur Schmuck.

Backup & Disaster Recovery

3-2-1-Backup-Regel. Im Notfall in 4 Stunden wieder online — maximal 1 Stunde Datenverlust.

3-2-1-Regel

  • 3 Kopien der Daten (Produktion + Hot-Backup + Cold-Backup)
  • 2 verschiedene Medien (SSD Produktion, Object-Storage Backup)
  • 1 Offsite-Kopie (zweiter Hetzner-Standort)

RTO & RPO

RTO (Recovery Time Objective): 4 Stunden — maximale Zeit zur Wiederherstellung des Service nach einem Totalausfall.

RPO (Recovery Point Objective): 1 Stunde — maximaler Datenverlust im Notfall. Stündliche DB-Dumps + tägliche Snapshots.

Backup-Restore-Procedure dokumentiert und vierteljährlich getestet.

Disziplinierter Release-Prozess. Jede Version wird formal mit dokumentierter Pass/Fail-Liste (80+ Sicherheits-, Funktions- und Compliance-Kriterien) pro Quartals-Release freigegeben. Wunschupdate-Zyklus alle 3 Monate. Träger können die Versionsfreigabe-Berichte einsehen.

Fragen zur Sicherheit?

Wir beantworten technische Detail-Fragen gern direkt. Sicherheits-Meldungen bitte an security@bknl.de.

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